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Institut und Angebote

Das Institut für angewandte Improphysis® wurde von Iris Hammermeister gegründet. Seit  letztem Jahr bildet sie in der Stimm-Balance aus, einer Stimmbildungsmethode, die von ihr entwickelt wurde. Hinzu kommt eine laufende Fortbildungsgruppe für Fachfrauen, die mit schwangeren Frauen und Kinderwunschfrauen arbeiten und lernen das Singen währen der Schwangerschaft und Geburt einzusetzen.

Ab 2020 fokussiert sich Iris Hammermeister nur noch auf Sänger, Musiker, Schauspieler, Künstler, Kreative und ambitionierte Laien, mit dem Ziel künstlerische Freiheit zu erlangen. Der Schwerpunkt ihrer Angebote sind dann Tageskurse in denen die Stimm-Balance in Einzelarbeit unterrichtet wird, Kurse in denen der wahrhaftige Selbst-Ausdruck inkl. Bühnenarbeit gelehrt wird, Chor- und Musikprojekte, in denen improvisiert bzw. die Improphysis® gelehrt wird. Geplant sind am Ende der Chor- und Musikprojekte Konzertreisen, in denen das Erfahrene in die Welt hinaus gebracht wird. Dazu gehören CD Aufnahmen.

Ihr besonderes Anliegen ist der wahrhaftige künstlerische Ausdruck, die Entfaltung des ursprünglichen Stimmklanges und der eigenen Kreativität. Aufgrund ihrer eigenen Geschichte weiß sie, wie herausfordernd es sein kann, sich in seinem Ausdruck selbst treu zu sein. Ihr Augenmerk liegt hier auf die Liebe zur Musik, zur Kunst, die wieder erinnert, gefühlt und ausgedrückt werden will. Dazu braucht es Künstler, die einen tiefen Zugang zu ihrer Stimme und ihrem Instrument und sich von alten Programmierungen befreit haben. All das wird normalerweise nicht gelehrt oder spielt eine weniger große Rolle bei einem Gesangs- oder Musikstudium. Die Technik steht hier im Vordergrund, jedoch haben Sänger und Musiker sich in der Regel aus Liebe zur Musik für ein Studium oder eine Ausbildung entschieden. Selbst Quereinsteiger verlassen ihre alten Berufe nur, wenn die Seele so laut ruft, dass die Liebe zur Musik endlich gelebt werden will.

Das Institut bietet also Raum für sehnsüchtige Künstler, die ihren ganz eigenen wahrhaftigen und individuellen Weg gehen wollen. In der Musikbranche haben kapitalistische und konsumorientierte Ansprüche die Individualität und Besonderheit eines jeden Künstlers verdrängt. Dieser Bereich ist geprägt von hohen Leistungsansprüchen. Gleichzeitig vermisst man Künstler, die einen emotionalen Zugang zu ihrer Musik oder zu ihrer Kunst vermitteln. Das stellt Musiker und Künstler unter großem Druck. Viele Sänger beschreiben, dass sie das Gefühl haben, gegen gläserne Wände zu singen, zwar gut ausgebildet sind, aber keinen Zugang zu ihrem Potential finden können. So haben viele Sänger eine Odyssee an Gesangslehrer hinter sich, immer mit der Hoffnung nun doch endlich zu finden, was sie suchen. Mit jeder neuen Gesangs-Methode ist die Hoffnung verbunden, einen Zugang zu der eigenen Stimme zu bekommen. Die Realität ist auch, dass viele Gesangsstudenten mit Stimmproblemen zu tun haben und das Institut aufsuchen. Manchmal auch mit der panischen Angst das Studium nicht fortsetzen zu können.

Iris Hammermeister sieht die Aufgabe bei Sängern und Künstlern darin, die Bühne als Selbst-Ausdruck zu nutzen. Das braucht den Mut der Musiker und Künstler sich in ihren Verletzlichkeiten und in ihrer Unvollkommenheit zu zeigen. Allerdings begreift sie dies als Weg der Befreiung, hinter dem diese große Liebe zur Musik oder Kunst wartet, endlich ausgedrückt zu werden. Da wir in unserem Ausdruck oftmals schon sehr früh schmerzhafte Erfahrungen erlebt haben, ist es eine Herausforderung sich diesen alten Verletzungen zu stellen. Dieser Weg kann jedoch mit Freude und Leichtigkeit gegangen werden. Am Ende wartet die Freude und Liebe nur noch künstlerisch zu wirken.

Für den Zugang  zum eigenen künstlerischen Potential und der Entfaltung der Kreativität nutzt Iris Hammermeister die Stimm-Balance und die Improphysis®, die sie selbst entwickelt hat.

Die Stimm-Balance ist eine Stimmbildungsmethode. Die Improphysis ist eine Improvisation. Beide basieren auf der Physiologie, die auf das Instrument oder jede andere Kunst übertragen werden kann. Sie ist neu und erfüllt die ursprüngliche Aufgabe der Künste – den göttlichen Funken zum Ausdruck zu bringen. Sie sieht den Musiker, Sänger, Künstler als Gefäß und lehrt das Empfangen und Hören.

Die Stimm-Balance und die Improphysis® begreift sie einerseits als Werkzeug und andererseits als neue Methode.

Normalerweise werden in der Improvisation Scalen, Themen, Rhytmen,.. genutzt. Das spielt bei der Improphysis® keine Rolle.

Bei der Stimm-Balance und der Improphysis® gelten die gleichen 3 Grundprinzipien:

  • Umkehr / Rückbezüglichkeit (Sog, Kontakt nach Innen, Kontakt zum Körper)
  • Bindung & Beziehung (Fasziales Netzwerk, Innere Räume, Zwischenräume)
  • Vertikalisierung / Innere Aufrichtung (Stimmapparat und Beckenboden, Verbindung zwischen Himmel und Erde)

Diese Grundprinzipien, die zu den Schöpfungsprinzipien gehören, führen zur Entfaltung des Stimmklangs, freien kreativen Spiels, Rück-Verbindung zur Essenz, zum wahren Selbst, zum göttlichen Funken und zum Potential. Diese 3 Grundprinzipien aktivieren die Selbstregulation der Stimme und des Körpers und führen zu einer tiefen Anbindung zu sich selbst, zur Stimme, zum Instrument und zum Leben.

Nele Zeidler hat einen Blogbeitrag über Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse von einem Improphysis®- Seminarwochenende geschrieben. Hier kann man ihn lesen. Blogbeitrag

Improphysis® – Hörproben von den Seminaren

Vom 22.2. – 24.2.2019 fand mit 17 MusikerInnen und SängerInnen ein Testwochenende statt. Die Improphysis® wurde vorgestellt und angewandt, eine physiologische Improvisation, in der es darum geht innere Räume zu betreten und das fasziale Netzwerk in Schwingung zu bringen. In dieser Hörprobe wurde der innere Brustraum geweitet.

Mitwirkende SängerInnen: Timber A. Hemprich – Oberton- und Untertongesang, Ursula Huggenberger, Jürgen Willmann, Iris Hammermeister, Annette Buermann, Elke Arina Neumann, Yvonne Duchemin, Annemarie Quiring, Mariann Backa, Anke Wiesbrock, Stefanie Mildenberger, Mara Hecking, Heike Niehusmann, Nele Zeidler, Ragna Hammermeister, Ines Abt, Nicole Witthof.

In dieser Hörprobe haben sich die Sänger / Musiker mit ihren eigenen und den Faszien der Mit-MusikerInnen verbunden.

In dieser Hörprobe wurde der innere Brustraum betreten.

© Text: Iris Hammermeister
© Fotos Mara Hecking / Timber A. Hemprich