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Improphysis®  &  Seminare

Die Improphysis® ist eine physiologische Improvisation. Normalerweise werden in der Improvisation Scalen, Themen, Rhytmen,.. genutzt. Bei der Improphysis® wird der Körper als Basis für die Improvisation genutzt, weil wir in ihm alle Schöpfungsprinzipen wieder finden. Das ist einmalig und gibt es bisher noch nicht, was ein anderer Umgang mit der Musik und dem eigenen Instrument und der Stimme fordert. Es geht darum innere Räume zu betreten und die Musik, die darin weilt, zum Ausdruck zu bringen. Zudem bringen wir die Räume in Beziehung zueinander und nutzen die Quantenphysik. Dazu gehört es das fasziale Netzwerk wahrzunehmen und für die Schwingung zu nutzen. Die Faszien sind unser schwingungsreichstes Gewebe und das Empfangsgewebe für den Kosmos. Sie eignen sich ideal für die Improvisation. In der Arbeit mit den Faszien erleben die Musiker sowohl eine Verbindung mit sich und ihrem Körper, als auch eine Verbindung zum großen Ganzen. Sie bringen außergewöhnliche Klänge hervor, die tief berühren und eine große Brillianz in sich tragen. Die Forschung hat entdeckt, dass durch die Faszien Licht und Energie fließt. Wenn wir mit den Faszien arbeiten, fühlen Musiker und Sänger sich schnell und einfach mit ihrem Licht verbunden. Zudem heben sie den Energielevel an und erweitern das Bewusstsein. Die Faszien schaffen außergewöhnliche Erfahrungsräume in der Selbstwahrnehmung. Durch die Anhebung der Energie treten wir aus dem Überlebensmodus und kommen in unsere Schöpferkraft, was sich unweigerlich auf unsere Kreativität und Freude auswirkt. Wichtig ist nicht nur der Kontakt zu sich selbst, sondern auch zu den Mitmusikern. Hierbei finden wir über das fasziale Netzwerk, welches über den Körper hinaus geht, einen schnellen Kontakt zum anderen. Auffallend ist die liebevolle Athmosphäre, die durch die Einbindung der Faszien entsteht und einen anderen Umgang miteinander ermöglicht. Sie ermöglichen die Erfahrungen von Gemeinschaft und Einheit. Musiker und Sänger beschreiben diese Art des Improvisierens als “Nach Hause kommen”.

Anders als in den bisher bekannten Improvisationsmethoden, werden keine musikalischen Vorgaben gemacht. Einzig und alleine, die Körperwahrnehmung und das Betreten der inneren Räume und die Wahrnehmung der Faszien sind die Struktur, die vorgegeben wird. Was für eine Musik daraus entsteht und welche darauf wartet entdeckt zu werden, ist offen. Wir lassen uns auf das Unbekannte ein und das ist eine so wunderbare Übung für unser Leben. Wir können uns nicht verändern oder ein Leben kreieren, wenn wir uns nicht auf unbekanntes Terrain begeben. Somit stellt diese Art der Improvisation auch eine Umkehr (Verkehrung) dar. Sie schafft erst einmal die Voraussetzung für das Empfangen und die Kreativitätsentfaltung. Oftmals wird zuerst die Musik über Scalen oder Tonleitern genutzt, ohne dass Musiker oder Sänger wirklich Kontakt zu sich selbst haben oder wirklich hören können. SängerInnen berichten häufig von der gläsernen Wand, gegen die sie singen mit dem Gefühl keinen Zugang zu ihrem Potential zu bekommen. Solange wir im Überlebensmodus weilen, sind wir getrennt von allem, können nicht kreativ sein und auch nicht hören oder empfangen. Es ist leider nicht bekannt, dass wir alle in diesem Überlebensmodus weilen.  In der Improphysis® geht es darum, erst einmal das Körperinnere zu betreten. Über diese tiefe Verbindung öffnet sich der Himmel und wir können die Musik in uns hören und gleichzeitig die Musik vom Himmel mit unserer eigenen Musik verbinden. Es findet eine Art Synchronisation zwischen unserem Körper und dem Kosmos statt. MusikerInnen und SängerInnen beschreiben diesen Vorgang, wie eine Art Ausrichtung und fühlen sich eingebettet in eine göttliche Ordnung. Das führt zu außergewöhnlichen Wahrnehmungen, zu einem starken HÖREN und zu einer ausgeprägten Intuition. Musiker erleben diese Prozesse mit großer Freude und spielerischer Leichtig- und Lebendigkeit, da wir die Welt der inneren Räume und Faszien, wie kleine Forscher entdecken und erkunden. Es ist wie eine Entdeckungsreise zu sich selbst und zu einer anderen Musik.

Die Improphysis® ist nicht nur für SängerInnen geeignet, sondern auch für InstrumentalistInnen. Die Stimme jedoch, zeigt dem InstrumentlistInnen den Weg.

Stimm-Balance

Die Stimm-Balance ist eine Stimmbildungsmethode, die den Klang befreit und Zugang zum eigenen Potential schafft. Es erfolgt eine differenziert geführte Stimulation, um eine Beziehung zum Klang-, Körper- und Nervensystem aufzubauen, die die Erweiterung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit entwickelt. Dabei spielt die Verfeinerung der Hör-Wahrnehmung, der Entwicklung des Klangspektrums und die Reaktionsfähigkeit des Körpers auf den Klang eine wichtige Rolle. Klang-Rückkoppelungen haben dabei einen zentralen Stellenwert. Das Ermöglichen von Klang-Vibrationen im Körpergewebe leitet die Selbstorganisation der Stimme und des ganzen Körpers. Es geht dabei immer um Prozesse und Erfahrungen bzw. die Beschreibung des Erlebten. So entsteht eine innere Orientierung, auf deren Basis ein ständiges Weiterarbeiten und Weiterentwickeln möglich ist. Je tiefer wir in diese inneren Räume eintauchen, desto näher sind wir unserer Essenz. Die Stimm-Balance wird in der Arbeit mit Einzelnen eingesetzt.

Sowohl in der Stimm-Blance, als auch in der Improhysis® gelten 3 Grundprinzipien:

  • Umkehr / Rückbezüglichkeit (Sog, Kontakt nach Innen, Kontakt zum Körper)
  • Bindung & Beziehung (Fasziales Netzwerk, Innere Räume, Zwischenräume)
  • Vertikalisierung / Innere Aufrichtung (Stimmapparat und Beckenboden, Verbindung zwischen Himmel und Erde)

Diese Grundprinzipien, die zu den Schöpfungsprinzipien gehören führen zur Entfaltung des Stimmklangs, freien kreativen Spiels, Rück-Verbindung zur Essenz, zum wahren Selbst, zum göttlichen Funken und zum Potential. Diese 3 Grundprinzipien aktivieren die Selbstregulation der Stimme und des Körpers und führen zu einer tiefen Anbindung zu sich selbst, zur Stimme, zum Instrument und zum Leben.

Institut für angewandte Improphysis®

Das Institut möchte an das künstlerische und musikalische Denken erinnern, welches Räume schafft, um Prozesse zu ermöglichen. Es versteht die Kunst als Prozess, als eine fortlaufende Veränderung, eine ständige Bewegung, ein ständiges Erschaffen und Vergehen, was dem Schöpfungsprinzip entspricht. So geht es auch darum, an Schöpfungsprinzipien zu erinnern, die unser Körper spiegelt.  Die Künste wurden einst geschaffen, um den göttlichen Funken, der in Allem inne wohnt zum Ausdruck zu bringen. Daran möchte das Institut erinnern.

Das Institut bietet einen anderen und neuen Weg des künstlerischen Wirkens an. Dazu gehört eine Pädagogik, die davon ausgeht, dass bereits alles in uns weilt und darauf wartet entdeckt und entfaltet zu werden. Das bedeutet, dass sich das Lernen selbst lehrt und nur Räume geschaffen werden müssen, damit sich bereits vorhandenes Wissen, Klang, Kreativität, Musik und Freude entfalten kann. Dabei geht es um eine Tiefe, die innere Räume betritt und aus einer Verbindung heraus zur Essenz, die Musik oder den Klang zum Ausdruck bringt.

Nele Zeidler hat einen Blogbeitrag über Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse von einem Improphysis®- Seminarwochenende geschrieben. Hier kannst Du ihn lesen. Blogbeitrag

Iris Hammermeister`s Voice-TV ist mein eigener Youtube-Kanal. Dort findest Du weitere Informationen, auch einen Podcast.

 

Improphysis® – Hörproben von den Seminaren

Vom 22.2. – 24.2.2019 fand mit 17 MusikerInnen und SängerInnen ein Testwochenende statt. Die Improphysis® wurde vorgestellt und angewandt, eine physiologische Improvisation, in der es darum geht innere Räume zu betreten und das fasziale Netzwerk in Schwingung zu bringen. In dieser Hörprobe wurde der innere Brustraum geweitet.

Mitwirkende SängerInnen: Timber A. Hemprich – Oberton- und Untertongesang, Ursula Huggenberger, Jürgen Willmann, Iris Hammermeister, Annette Buermann, Elke Arina Neumann, Yvonne Duchemin, Annemarie Quiring, Mariann Backa, Anke Wiesbrock, Stefanie Mildenberger, Mara Hecking, Heike Niehusmann, Nele Zeidler, Ragna Hammermeister, Ines Abt, Nicole Witthof.

In dieser Hörprobe haben sich die Sänger / Musiker mit ihren eigenen und den Faszien der Mit-MusikerInnen verbunden.

In dieser Hörprobe wurde der innere Brustraum betreten.

© Text: Iris Hammermeister
© Fotos Mara Hecking / Timber A. Hemprich