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Was bedeutet Improphysis® ?

Die Improphysis ist eine Improvisation, die auf die Physiologie basiert. Sie ist neu und außergewöhnlich, denn sie entfaltet das eigene kreative Potential, lehrt Ko-Kreativität und erfüllt die ursprüngliche Aufgabe der Künste – den göttlichen Funken zum Ausdruck zu bringen. Sie sieht den Musiker, Sänger, Künstler als Gefäß und lehrt das Empfangn, den kreativen und künstlerischen Ausdruck. Die Improphysis® sieht die Musik und den Gesang als wahre Heilerin. Die Berührung mit dem göttlichen Funken ist das was uns transformiert und heilt.

Normalerweise werden in der Improvisation Scalen, Themen, Rhytmen,.. genutzt. Bei der Improphysis® wird der Körper als Basis für die Improvisation genutzt, weil wir in ihm alle Schöpfungsprinzipen wieder finden. Das ist einmalig und gibt es bisher noch nicht, was ein anderer Umgang mit der Musik und dem eigenen Instrument und der Stimme fordert.

Die Faszien spielen bei der Improphysis eine wichtige Rolle. Sie sind unser schwingungsreichstes Gewebe und das Empfangsgewebe für den Kosmos. Sie eignen sich ideal für die Improvisation. In der Arbeit mit den Faszien erleben die Musiker sowohl eine Verbindung mit sich und ihrem Körper, als auch eine Verbindung zum großen Ganzen. Sie bringen außergewöhnliche Klänge hervor, die tief berühren und eine große Brillianz in sich tragen. Die Forschung hat entdeckt, dass durch die Faszien Licht, Information und Energie fließt. Wenn wir mit den Faszien arbeiten, fühlen Musiker und Sänger sich schnell und einfach mit ihrem Licht verbunden. Zudem heben sie den Energielevel an und erweitern das Bewusstsein. Die Faszien schaffen außergewöhnliche Erfahrungsräume in der Selbstwahrnehmung. Durch die Anhebung der Energie treten wir aus dem Überlebensmodus und kommen in unsere Schöpferkraft, was sich unweigerlich auf unsere Kreativität und Freude auswirkt. Wichtig ist nicht nur der Kontakt zu sich selbst, sondern auch zu den Mitmusikern. Hierbei finden wir über das fasziale Netzwerk, welches über den Körper hinaus geht, einen schnellen Kontakt zum anderen. Auffallend ist die liebevolle Athmosphäre, die durch die Einbindung der Faszien entsteht und einen anderen Umgang miteinander ermöglicht. Sie ermöglichen die Erfahrungen von Gemeinschaft und Einheit. Musiker und Sänger beschreiben diese Art des Improvisierens als “Nach Hause kommen”.

Anders als in den bisher bekannten Improvisationsmethoden, werden keine musikalischen Vorgaben gemacht. Einzig und alleine, die Körperwahrnehmung und das Betreten der inneren Räume und die Wahrnehmung der Faszien sind die Struktur, die vorgegeben wird. Was für eine Musik daraus entsteht und welche darauf wartet entdeckt zu werden, ist offen. Wir lassen uns auf das Unbekannte ein und das ist eine so wunderbare Übung für unser Leben. Wir können uns nicht verändern oder ein Leben kreieren, wenn wir uns nicht auf unbekanntes Terrain begeben. Somit stellt diese Art der Improvisation auch eine Umkehr (Verkehrung) dar. Sie schafft erst einmal die Voraussetzung für das Empfangen und die Kreativitätsentfaltung. Oftmals wird zuerst die Musik über Scalen oder Tonleitern genutzt, ohne dass Musiker oder Sänger wirklich Kontakt zu sich selbst haben oder wirklich hören können. SängerInnen berichten häufig von der gläsernen Wand, gegen die sie singen mit dem Gefühl keinen Zugang zu ihrem Potential zu bekommen. Solange wir im Überlebensmodus weilen, sind wir getrennt von allem, können nicht kreativ sein und auch nicht hören oder empfangen. Es ist leider nicht bekannt, dass wir alle in diesem Überlebensmodus weilen.  In der Improphysis® geht es darum, erst einmal das Körperinnere zu betreten. Über diese tiefe Verbindung öffnet sich der Himmel und wir können die Musik in uns hören und gleichzeitig die Musik vom Himmel mit unserer eigenen Musik verbinden. Es findet eine Art Synchronisation zwischen unserem Körper und dem Kosmos statt. MusikerInnen und SängerInnen beschreiben diesen Vorgang, wie eine Art Ausrichtung und fühlen sich eingebettet in eine göttliche Ordnung. Das führt zu außergewöhnlichen Wahrnehmungen, zu einem starken HÖREN und zu einer ausgeprägten Intuition. Musiker erleben diese Prozesse mit großer Freude und spielerischer Leichtig- und Lebendigkeit, da wir die Welt der inneren Räume und Faszien, wie kleine Forscher entdecken und erkunden. Es ist wie eine Entdeckungsreise zu sich selbst und zu einer anderen Musik.

Die Improphysis® ist nicht nur für SängerInnen geeignet, sondern auch für InstrumentalistInnen, TänzerInnen und Kreative. Die Stimme jedoch, zeigt den Weg. Das gilt auch für andere künstlerische Sparten.

In der Improhysis® gelten 3 Grundprinzipien:

  • Umkehr / Rückbezüglichkeit (Sog, Kontakt nach Innen, Kontakt zum Körper)
  • Bindung & Beziehung (Fasziales Netzwerk, Innere Räume, Zwischenräume)
  • Vertikalisierung / Innere Aufrichtung (Stimmapparat und Beckenboden, Verbindung zwischen Himmel und Erde)

Diese Grundprinzipien, die zu den Schöpfungsprinzipien gehören führen zur Entfaltung des Stimmklangs, freien kreativen Spiels, Rück-Verbindung zur Essenz, zum wahren Selbst, zum göttlichen Funken und zum Potential. Diese 3 Grundprinzipien aktivieren die Selbstregulation der Stimme und des Körpers und führen zu einer tiefen Anbindung zu sich selbst, zur Stimme, zum Instrument und zum Leben.

Institut für angewandte Improphysis®

Das Institut möchte an die ursprüngliche Aufgabe der Künste erinnern – den göttlichen Funken zum Ausdruck zu bringen, Künstler als Gefäß für diesen Ausdruck zu betrachten.  Dabei spielt die Entfaltung des kreativen Potentials eine erhebliche Rolle, wenn es darum geht (künstlerische) Freiheit zu erlangen. Im Musik- oder Kunstbereich spielt diese ursprüngliche Aufgabe keine Rolle und wird auch nicht gelehrt. Das Institut lehrt genau diesen Zugang zum göttlichen Funken und wie dieser ausgedrückt wird. Damit wird Kunst zu einer tiefgreifenden Wandlerin. Es möchte insbesondere Kreative, Musiker, Sänger, Künstler verschiedener Sparten ansprechen und an die Liebe zur eigenen Kunst erinnern, die es gilt zu leben und zum Ausdruck zu bringen. Es möchte den Musik- und Kunstbereich revolutionieren und weiss, dass die Künstler und Musiker den so dringenden Wandel in die Welt bringen werden. Kapitalistische und konsumorientierte Handlungsweisen verdrängen immer mehr die Vielfalt, Individualität, Wertschätzung und Lebendigkeit der Kunst und Musik. Das angeborene kreative Potential verkümmert und wird nicht genutzt.

Mit der Entfaltung des kreativen Potentials wird eine verloren gegangene Freude, Leichtigkeit, Liebe, Buntheit, Vielfalt und Individualität wieder ins eigene Leben zurückgeholt. Der Blick auf das Künstlerische, ist der Blick auf das Schöne und lässt Leid und Schmerz hinter sich.

Nele Zeidler hat einen Blogbeitrag über Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse von einem Improphysis®- Seminarwochenende geschrieben. Hier kannst Du ihn lesen. Blogbeitrag

Iris Hammermeister`s Voice-TV ist mein eigener Youtube-Kanal. Dort findest Du weitere Informationen, auch einen Podcast.

Improphysis® – Hörproben von den Seminaren

Vom 22.2. – 24.2.2019 fand mit 17 MusikerInnen und SängerInnen ein Testwochenende statt. Die Improphysis® wurde vorgestellt und angewandt, eine physiologische Improvisation, in der es darum geht innere Räume zu betreten und das fasziale Netzwerk in Schwingung zu bringen. In dieser Hörprobe wurde der innere Brustraum geweitet.

Mitwirkende SängerInnen: Timber A. Hemprich – Oberton- und Untertongesang, Ursula Huggenberger, Jürgen Willmann, Iris Hammermeister, Annette Buermann, Elke Arina Neumann, Yvonne Duchemin, Annemarie Quiring, Mariann Backa, Anke Wiesbrock, Stefanie Mildenberger, Mara Hecking, Heike Niehusmann, Nele Zeidler, Ragna Hammermeister, Ines Abt, Nicole Witthof.

In dieser Hörprobe haben sich die Sänger / Musiker mit ihren eigenen und den Faszien der Mit-MusikerInnen verbunden.

In dieser Hörprobe wurde der innere Brustraum betreten.

© Text: Iris Hammermeister
© Fotos Mara Hecking / Timber A. Hemprich