Klang ist unser Bewegungsmittel in die Freiheit

Gestern nach dem Post auf Facebook hat es noch sehr in mir gearbeitet. Da habe ich im Grunde erst so richtig begriffen, welches Geschenk ich mit der Improphysis – einer physiologischen Improvisation – empfangen habe. Der Name klingt so profan und unbedeutend oder hinterlässt Fragezeichen, was das denn überhaupt sein soll.

Ich habe begriffen, was in den Improphysis-Kursen passiert ist. Wenn man mit etwas Neuem beginnt und man diese Werkzeuge übermittelt bekommt, begreift man nicht immer, worum es wirklich geht. So erging es mir auch mit meiner Stimm-Balance.

Das Bild mit dem Spielfeld und der Tribüne ist einfach auch so passend, wenn es um die Improphysis geht. Ich habe es in den Kursen so erlebt, dass wir alle in den Space-Wagon eingestiegen sind, der für den Klang steht. Die Improphysis war das Werkzeug, an dem wir am Space-Wagon herumgeschraubt haben, also am Klang,  so dass er uns hoch zur Tribüne fahren konnte. Wenn ich nun ein Wortspiel daraus mache, ist die Tribüne in Wahrheit die TriBühne. Tri steht für die drei. Für Körper, Geist und Seele, die sich da oben wieder vereinen. Und, es geht ja um die Bühne unseres Lebens.

Das wirklich Erstaunliche für mich war gestern, dass  ich Parallelitäten entdeckt habe. Denn, wenn ich darüber schreibe, dass es nur einen Gott/Göttin, einen Schöpfer/Schöpferin und eine Seele gibt, dann spiegelt sich das auch in den Faszien. Es gibt im Grunde nur eine Faszie, die sich in unserem Körper in ganz viele Faszien aufteilt und wie ein Netzwerk funktioniert. Sie verbinden alles miteinander. Die Faszien spielen bei der Improphysis eine große Rolle, wenn wir sie in die Vibration bringen, dann beginnt das ganze restliche Körpergewebe an zu schwingen und es entstehen Sängerformanten, also unglaublich hohe Schwingungen, die die Schwingung des Körpers anheben und unglaubliche Klänge entstehen lassen. Geht es doch auch darum, nicht den Körper zu verlassen oder abzuheben, wie das so gerne im spirituellen Bereich getan wird, sondern mit dem Körper zusammen in eine höhere Schwingung zu kommen. Erstmals wird die Schwingung des Körpers in dieser bewegten Zeit angehoben.

Nicht nur das – und das finde ich wirklich das Genialste – wir fahren nicht Einzeln mit dem Space-Wagon auf die TriBühne, sondern es können Viele gemeinsam da hochfahren. Je mehr mitfahren, desto einfacher  wird der Aufstieg. Da oben auf der TriBühne machen wir auch die Erfahrung, wie es ist gemeinsam, im Kollektiv zu schöpfen, zu kreieren und Neues entstehen zu lassen, in Form von Musik. Da oben auf der Bühne gibt es Klänge, die von Schönheit kaum zu übertreffen sind. Da oben explodiert die Kreativität förmlich. Wir sind da die Schöpfer und Schöpferinnen, die gemeinsam gestalten und Co-Creation ist ganz selbstverständlich. Da oben gibt es nur ein Klangfeld, wir fühlen, dass wir alle miteinander verbunden sind. Da oben sind wir frei, da findet die künstlerische Freiheit statt.

Es ist also nicht nur eine gemeinsame Fahrt nach oben, sondern auch gelebte Schöpferkraft, gelebte Verbindung und meine Sehnsucht ist groß nach Gemeinschaft, die über die Musik die Erfahrung von AllEinsein schafft. Was gibt es Schöneres als gemeinsam dieser unglaublichen Schönheit des Klanges einen Ausdruck zu geben? Wenn Du mal wissen willst, wie sich das anhören kann, dann gibt es hier eine Hörprobe.

Es ist wirklich ein geniales Werkzeug – die Improphysis – die mir da gezeigt wurde. Mögen viele Menschen in den Space-Wagon einsteigen, das alte Spielfeld verlassen und sich als Diener und Dienerinnen für das große Ganze begreifen in Form von meisterhafter Musik , die dann in die Welt gebracht wird und andere Menschen daran erinnern werden, wer sie wirklich sind.